Ausgabe November 2011
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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,
die Wirtschaftwelt in Europa ist für den Laien nur noch schwer zu durchschauen. Doch die Perspektiven für uns hier in Deutschland dürfen Mut machen. Zwar wird bei der Vergabe von Krediten ein weit aus höherer Maßstab an den Antragsteller gelegt, doch sind die Zinssätze für mittel- bis langfristige Kredite mittlerweile durchaus attraktiv.
Davon profitieren zum einen angehende Franchise-Nehmer, die ihren Franchise-Betrieb mit Fremdkapital finanzieren wollen aber auch Franchise-Geber, die für die Weiterentwicklung Ihres Franchise-Systems tiefer in die Tasche greifen müssen. Ja, und nicht zuletzt auch diejenigen Unternehmen, die planen, ein Franchise-System aufzubauen und die hierzu eine gesundere Liquiditätsdecke benötigen.
Unsere Themen in diesem Newsletter:
für werdende Franchise-Nehmer:
Gründertipps vom Gründungsexperten (Teil I)
für bestehende Franchise-Systeme:
Innovations-Management im Franchising
für werdende Franchise-Geber:
Erforderliche Leistungsbausteine eines Franchise-Systems (Teil 1)
aus der Franchise-Wirtschaft:
Interview mit Frau Daniela Beck, Geschäftsführerin des Franchise-Systems Wichtel-Agentur
Ihr
Stefan Neumann
Geschäftsführer des
DFS Franchising Service
für werdende Franchise-Nehmer
Berater Wolfgang Dykiert

Berater Wolfgang Dykiert
Gründertipps vom Gründungsexperten (Teil I)
Die wichtigsten Tipps für Ihren Weg in die Selbständigkeit
Der Deutsche Franchise Service (DFS) unterstützt potentielle Franchise-Nehmer auf Ihrem Weg in die Selbständigkeit. Gemeinsam mit regionalen Partnern, zum Beispiel erfahrenen Existenzgründungs-Beratern, steht er potentiellen Interessenten zur Verfügung.
In München arbeitet der DFS zum Beispiel mit der dykiert beratung zusammen. Wolfgang Dykiert, von der gleichnamigen Existenzgründungsberatung dykiert beratung begleitet seit vielen Jahren als kompetenter und umsetzungsstarker Partner Gründungsteams.
Ab dieser Ausgabe finden Sie in unserem Newsletter Tipps und die wichtigsten Informationen für Ihren Weg in die Selbständigkeit.
Stefan Neumann: Über welche Fragen sollte man sich im Vorfeld im Klaren sein?
Wolfgang Dykiert: Vor der Wahl des richtigen Unternehmenskonzeptes sollte man sich einige kritische Fragen stellen und möglichst objektiv beantworten: „Bin ich ein Unternehmertyp?“, „Bin ich wirklich bereit den erforderlichen Einsatz (zeitlich und finanziell) zu erbringen?“, „Wie sieht meine Familienplanung für die nächsten 10 Jahre aus?“, „Verfüge ich über die notwendigen Qualifikationen?“, „Bin ich bereit in die Rolle des Chefs hineinzuwachsen?“, „Kann ich delegieren?“.
Stefan Neumann: Was empfehlen Sie Gründern zum Thema „Franchising“?
Wolfgang Dykiert: Die Wahl des grundlegenden Unternehmenskonzeptes ist entscheidend für den Erfolg. Wollen Sie neu gründen oder ein bestehendes Unternehmen übernehmen bzw. den elterlichen Betrieb übernehmen? Soll ich einen ungebundenen Unternehmensstart wagen oder möchte ich lieber den etwas sichereren Weg mit einem Franchise-Konzept wählen? Bin ich mir im Klaren welche Vor- und Nachteile Franchising-Konzepte mit sich bringen?
Stefan Neumann: Welche Vor- und Nachteile gibt es denn?
Wolfgang Dykiert: Die Vorteile sind gleichzeitig auch die Nachteile: der Franchise-Geber gibt die „großen Linien“ vor. Er bestimmt die Produktauswahl, die Form der Präsentation, das Corporate Identity und legt das Marketing fest. D.h. man fängt nicht in allen Bereichen bei „Null“ an, sondern man hat mit dem Franchise-Geber einen Partner, der eine Art Korsett vorgibt.
Einigen Gründern ist dieses Korsett zu eng – andere fühlen sich mit diesem Korsett sicherer. Sie bevorzugen den schnelleren Weg – was nicht automatisch bedeutet, dass dieser Weg leichter ist.
Will man keinen „Chef“ haben und völlig frei unternehmerisch handeln – dann ist Franchise sicherlich nicht unbedingt der richtige Weg.
Sobald diese grundlegenden Fragen geklärt sind, beginnen die eigentlichen Schritte in die Selbständigkeit:
Die Wahl des richtigen Standortes (mit Marktpotential, Wettbewerbsanalyse), die richtige Gesellschaftsform (GmbH, GbR, Einzelunternehmen), Businessplanung, Finanzplanung, Klärung der Finanzierung und öffentlicher Finanzhilfen (Zuschüsse, Fördermittel, Gründungsdarlehen), Marketing und Vertrieb, Personalplanung, Organisation und Administration uvm.
Stefan Neumann: Vielen Dank für diesen ersten Überblick! In unserer nächsten Ausgabe gehen wir auf diese Punkte im Einzelnen ein.
für bestehende Franchise-Systeme
Ideen-Management

Ideen-Management
Innovations-Management im Franchising
Nachhaltige Vorteile für das ganze System
In den Aktivitäten des Tagesgeschäftes, unabhängig ob in der Produktion, in der Verwaltung oder im Führungs-Management – stets wird nach realisierbaren Möglichkeiten Ausschau gehalten, die bestehenden Arbeitsabläufe zu optimieren.
Zwar wird im „Jahrbuch Franchising 2011“ (ZAP Verlag) das Thema noch recht wissenschaftlich und sehr theoretisch behandelt, dennoch ist erfreulich festzustellen, dass das Interesse an einem strukturierten Verbessern der betrieblichen Organisation auch im Franchising seiner Zuhörer findet.
Aus meinen Erfahrungen von unterschiedlichen Optimierungsprojekten, unabhängig davon, ob diese für Fertigungsbetriebe oder in überschaubar großen Franchise-Systemen durchgeführt wurden, lag das größte Problem in der sehr verhaltenen Veränderungsbereitschaft des Managements.
Innovationen zu managen ist nämlich weit mehr, als beispielsweise einmal pro Woche mit seinen Mitarbeitern eine Ideen-Findungssitzung durchzuführen oder Formulare zu verteilen, auf denen die Mitarbeiter Anregungen und Verbesserungsvorschläge festhalten können.
Innovations-Management heißt, mit wirkungsvollen Techniken nicht darauf warten, bis eine Idee in irgendeiner Form formuliert wird, sondern diese bei seinen Mitarbeitern oder Franchise-Partner aktiv herauszuarbeiten. Erfindungen kann man sicherlich nicht am „Fließband“ produzieren, wohl aber Ideen! Und je besser die Mitarbeiter und Franchise-Partnern wahrnehmen, dass das Franchise-Management pro-aktiv gewillt ist, die Ideen in zu realisierende Verbesserungsmaßnahmen umzumünzen, umso mehr werden immer neue Ideen entwickelt.
Dieses interessante Phänomen kommt in den unterschiedlichsten Organisationsformen immer wieder vor. Das größte Problem, das ein befreundetes Unternehmen von uns hatte, war, dass es nicht genügend Ressourcen bereitstellen konnte, um die Ideen-Flut zeitnah abzuarbeiten. Wohl dem, der solche Probleme im Rahmen seines Ideen-Managements zu bewältigen hat.
Für Franchise-Systeme hat das Ideen-Management noch mehr Vorteile, als in üblichen Unternehmen. So profitiert von einer umgesetzten Idee immer nur die eine Firma. Im Franchising können aber jeweils mehrere Franchise-Betriebe von den Innovationen profitieren und damit nicht zuletzt auch die Franchise-Zentrale.
Da immer mehr Franchise-Betriebe auf den deutschen Markt kommen werden, macht es für die derzeitigen Franchise-Unternehmen sehr wohl Sinn, sich durch pfiffige Ideen von seinen Mitbewerbern deutlich abzugrenzen. Sollte das Franchise-Management nicht über die unnatürliche Gabe verfügen, jede Woche zahlreiche Ideen produzieren zu können, so macht es Sinn darüber nachzudenken, ob man nicht hierzu seine Mitarbeiter und Franchise-Partner in effizienter Form einbindet.
Für Fragen zum Thema Ideen-Management für Franchise-Systeme steht Ihnen Herr Stefan Neumann unter Tel.: 030 / 33 98 44 60 oder per Email stefan.neumann@dfs-franchising.de gern zur Verfügung.
für werdende Franchise-Geber
Erforderliche Leistungsbausteine
Erforderliche Leistungsbausteine
Erforderliche Leistungsbausteine eines Franchise-Systems
(Teil 1)
Voraussetzungen, um erfolgreich Franchise-Geber zu werden
Damit es später von den künftigen Franchise-Nehmern erfolgreich umgesetzt werden kann, sollte sich das Unternehmen bewusst sein, dass die Arbeitsabläufe, Verkaufs- und Marketingstrategien noch auf die künftigen Franchise-Partner ausgerichtet, abgestimmt und formuliert werden müssen. Zusammen mit einem aussagekräftigen Zahlenmaterial wären dann die Weichen für den Aufbau zum Franchise-System gestellt werden.
In unseren folgenden Überlegungen setzen wir voraus, dass sich das Unternehmen allein oder mit Hilfe eines Franchise-Beraters bereits folgende Fragen gestellt hat:
- ist das Geschäftskonzept unseres Unternehmens so ausgerichtet, dass es später auch von anderen erfolgreich praktiziert werden kann?
- darf davon ausgegangen werden, dass mit den zu vertreibenden Produkten/Serviceleistungen auch noch in 10 Jahren ein ausreichender Markt zur Verfügung steht?
- verfügt das vorhandene Zahlenmaterial über genügend Aussagekraft damit es als Referenzbasis für die künftigen Franchise-Betriebe / -Standorte verwendet werden kann?
- Kann man von einer ausreichend hohen Anzahl an möglichen Interessenten ausgehen, die dieses Geschäftskonzept als Franchise-Nehmern umsetzen wollen?
Sollten die eben gestellten Fragen hinreichend positiv beantwortet werden können, so gilt das Augenmerk nunmehr der Ausgestaltung des künftigen Franchise-Managements. Für den Einstieg als Franchise-Geber sollten hinreichend genügend Personalkapazitäten zur Verfügung stehen, damit der Gewinnungsprozess für neue Franchise-Nehmer nicht aufgrund von Zeitmangel der beteiligten Personen zum Scheitern verurteilt ist. Ebenso bedarf die laufende Betreuung der Franchise-Partner ein nicht zu unterschätzendes zeitliches Volumen, so dass in dem einen oder anderen Fall für bestimmte Teilleistungen auf externe Hilfe zurückgegriffen wird.
Wirtschaftlich geht ein Franchise-System dann mit seinen zeitlichen Ressourcen um, wenn es frühzeitig dafür Sorge trägt, effiziente Kommunikationsstrukturen innerhalb des Franchise-Systems einzurichten. Dabei ist nicht nur wie oben beschrieben gemeint, dass ausreichend qualifizierte Ansprechpartner sowohl für Franchise-Nehmer als auch für Franchise-Bewerber vorhanden sind.
Auf der technischen Seite gilt das Intranet -manchmal auch als Extranet bezeichnet- als Mindestleistung für die Kommunikation innerhalb eines Franchise-Systems. Ob man dieses Intranet mit einer Kunden-/Lieferantendatenbank verknüpft oder die Möglichkeiten des Intranets als Speichermedium für die Franchise-Handbücher verwendet, hängt sicherlich vom Einzelfall ab. Mittlerweile kann man auf online-unterstützte Kommunikationsfunktionen zurückgreifen, die eine solche Lösung als sehr empfehlenswert erscheinen lassen.
Als Basis des regelmäßigen Kontakts mit seinen aktiven Franchise-Partnern werden die Analysen und Auswertungen aus den Betriebsvergleichen herangezogen. Damit erhält der Franchise-Geber nicht nur ein Kontrollinstrument, ob seine Hinweise bezüglich der Umsetzung des Geschäftskonzeptes auch ausreichend beachtet werden, sondern er bietet damit seinen Franchise-Partnern eine Steuerungshilfe an, damit diese möglichst frühzeitig zu ihrem wirtschaftlichen Erfolg geführt werden können.
Die junge Franchise-Zentrale hat frühzeitig dafür Sorge getragen, dass ihr Vertrags-Management den besonderen Anforderungen eines Franchise-Systems gerecht wird. Im Rahmen seiner Tätigkeit arbeitet es nicht nur mit dem Franchise-Vertrag als wichtiges System-Dokument, sondern ist in der Lage, in der vorvertraglichen Phase die vorvertraglichen System-Informationen und etwaige Vorverträge oder Reservierungsvereinbarungen mit seinen Franchise-Interessenten ordnungsgemäß zu verwenden. Auch mit der richtigen Handhabung von Vereinbarungen, die die Beendigung eines Franchise-Vertrages zum Inhalt haben, sollte das Franchise-Management vertraut sein.
(Weitere Informationen zum Theme “Franchise-System-Aufbau” finden Sie hier.)
aus der Franchise-Wirtschaft
Frau Daniela Beck Wichtel-Agentur

Frau Daniela Beck Wichtel-Agentur
Interview mit Frau Daniela Beck
Geschäftsführerin der Wichtel-Agentur
Stefan Neumann: Guten Tag Frau Beck, seit 2007 gibt es bereits die „Wichtel-Agentur“ als Franchise-System. Was sind Ihrer Meinung nach die Vorzüge Ihres Franchise-Systems?
Daniela Beck: Zum einen ist die Investition relativ gering, zum anderen kann man eine Wichtel-Agentur sehr gut von einem Homeoffice aus leiten. Man kann also von zuhause aus arbeiten (was sehr familienfreundlich ist) und muss nicht viel Geld für die Anmietung eines Büros ausgeben.
Eine weitere Besonderheit ist sicher, dass man eine Wichtel-Agentur sehr gut zunächst im Nebenerwerb, d. h. als zweites Standbein neben einer Halbtagsbeschäftigung aufbauen kann.
Stefan Neumann: Warum glauben Sie, ist das Franchise-Konzept der „Wichtel-Agentur“ gerade für Existenzgründer geeignet?
Daniela Beck: Für die Leitung einer Wichtel-Agentur braucht man kein komplexes Spezialwissen. Engagement, Entscheidungsfreude und ein gewisses Maß an Risikobereitschaft sollte jeder Existenzgründer mitbringen, ebenso wie gesunden Menschenverstand, Kooperationsfähigkeit und unternehmerisches Denken. Wenn man diese Eigenschaften hat, dann kann man problemlos eine Wichtel-Agentur leiten, denn alles, was an Fachwissen notwendig ist, erfahren die Franchisenehmer von uns.
Stefan Neumann: Der Dienstleistungssektor gerade für ältere Menschen als Endkunden nimmt ja bekanntlich zu. Fürchten Sie nicht, hier auf große Konkurrenz zu stoßen?
Daniela Beck: Dass es viel Konkurrenz gibt ist richtig, fürchten tun wir uns davor allerdings nicht. Das liegt überwiegend daran, dass wir keinerlei Absatzprobleme haben, vor allem aber daran, dass wir von unserem Konzept vollkommen überzeugt sind. Wir sind gut und das spricht sich rum. Unser Konzept ist über Jahre gewachsen, hat sich immer weiterentwickelt und bewährt.
Stefan Neumann: Wie sieht eigentlich der normale Arbeitsalltag in einer „Wichtel-Agentur“ aus?
Daniela Beck: Die Aufgaben einer Agenturleiterin bestehen vorwiegend in der Suche, Auswahl und Betreuung von Personal, Gesprächen mit Kunden, Buchhaltung, Fakturierung, Lohnabrechnung und alltäglichen administrativen Arbeiten.
Sehr gut ist, dass man als Leiterin einer Wichtel-Agentur seine Zeit frei einteilen kann und nicht – wie z. B. bei einem Einzelhandelsgeschäft – zu bestimmten Zeiten an einem bestimmten Ort sein muss. Mit der heutigen Technik ist man ja frei beweglich und jederzeit erreichbar, da reicht eine einfache Rufumleitung auf das Handy. So kann man auch mal die Kinder zum Sport fahren, mit dem Hund spazieren oder einkaufen gehen.
Stefan Neumann: Welche Form der Unterstützung erhalten Ihre neuen Franchise-Partner insbesondere bei Ihrem Start mit der „Wichtel-Agentur“?
Daniela Beck: Zunächst erhalten unsere Franchisenehmer unser Systemhandbuch. Darin sind alle Abläufe und Informationen sehr ausführlich festgehalten, die man für die Leitung einer Wichtel-Agentur benötigt. Hinzu kommt natürlich eine persönliche Betreuung durch die Systemzentrale.
Stefan Neumann: Was macht Sie als Franchise-Geber bei ihrer Arbeit mit Ihren Franchise-Partnern besonders glücklich?
Daniela Beck: Zu sehen, wie meine Franchisenehmer Erfolg haben und sich daran freuen. Meine Franchisenehmerinnen, die schon länger dabei sind, bezeichnen ihre Wichtel-Agentur inzwischen als ihr Kind, ohne dass sie nicht mehr leben wollen. Das ist doch eine tolle Sache und spricht für sich, oder?
Die Leitung einer Wichtel-Agentur macht viel Spaß und gibt einem viel Erfüllung. Das erfahre ich tagtäglich in meiner Arbeit und das erleben auch die Franchisenehmer.…
Stefan Neumann: Inwiefern werden Ihre Franchise-Partner auch während der Vertragslaufzeit unterstützt?
Daniela Beck: Zunächst – und darauf sind wir besonders stolz – werden unsere Franchisenehmer im ersten halben Jahr durch eine externe Partnerin unseres Systems ein halbes Jahr gecoacht. Diese Dame ist Unternehmensberaterin und Business-Coach und nimmt unsere neuen Franchisenehmer „an die Hand“, d. h. sie begleitet und unterstützt sechs Monate lang mit telefonischen Coachinggesprächen. Dieser Service ist in der Einstiegsgebühr enthalten.
Zum anderen bieten wir unseren Franchisenehmern regelmäßige Telefonkonferenzen und persönliche Treffen, die dem Erfahrungsaustausch dienen.
Regelmäßige Rundschreiben seitens der Systemzentrale runden das Angebot ab.
Stefan Neumann: Wie hoch sollte das Eigenkapital eines Franchise-Nehmers sein, der bei der „Wichtel-Agentur“ eine Lizenz erwirbt und welche persönlichen Eigenschaften sollte ein Bewerber mitbringen?
Daniela Beck: Ein Franchisenehmer muss 4.000 Euro für Einstiegsgebühr und erste Werbemittel zahlen. Dann kommen Kosten für Gewerbeanmeldung und Eintragung in die Handwerkskammer, erste Werbekosten, Anschaffung von Büromaterial und Software etc. dazu. Weiter müssen die ersten laufenden Franchisegebühren mitgerechnet werden, da ja nicht gleich entsprechender Umsatz erzielt wird. Wir empfehlen daher, etwa 6.000 bis 7.000 Euro für einen „sorglosen“ Start einzuplanen.
Persönliche Eigenschaften, die ein Franchisenehmer mitbringen sollte, sind vor allem Engagement und Herzblut für die Sache, Kooperationsfähigkeit und die Freude am Umgang mit Menschen. Um mit einer Wichtel-Agentur erfolgreich sein zu können, ist ein großes Maß an service- und kundenorientiertem Denken nötig, man muss persönlichen Einsatz bringen und gut organisieren können.
Belastbarkeit und ein gewisses Maß an Risikobereitschaft gehören ebenso dazu wie unternehmerisches, d. h. erfolgsorientiertes Denken.
Aber das hört sich jetzt alles viel komplizierter an als es eigentlich ist. Kurz gesprochen: Wer mit Freude und Begeisterung bei der Sache ist, über ein bisschen kaufmännisches Wissen verfügt und bereit ist sich einzusetzen, der ist bei uns genau richtig.
Stefan Neumann: Was wünschen Sie sich sonst noch von Ihren Franchisenehmern?
Daniela Beck: Bei uns geht noch alles sehr persönlich zu, was ich sehr angenehm finde. Unsere Franchisenehmer sollten daher bereit sein, sich auch innerhalb des Systems einzubringen, d. h. an den Telefonkonferenzen und Treffen teilnehmen, Kontakt zur Systemzentrale und auch zu anderen Franchisenehmern pflegen etc..
Hinzu kommt, dass wir unser System ständig weiterentwickeln. Das bedeutet im Umkehrschluss für die Franchisenehmer, dass sie bereit sein müssen neue Dinge und Vorgaben, die die Systemzentrale vorgibt, auch umzusetzen.
Stefan Neumann: Wie sieht Ihre Vision mit der Wichtel-Agentur aus?
Daniela Beck: Mein Traum und mein Ziel ist es, dass irgendwann jeder, der in einer größeren Stadt wohnt, weiß: Wenn ich Hilfe rund um Haus, Garten oder Seniorenbetreuung brauche, dann rufe ich die Wichtel-Agentur an.
Ich wünsche mir in jeder größeren Stadt oder in deren Umfeld Wichtel-Agenturen, die von engagierten und glücklichen Franchisenehmern geführt werden.
Ich wünsche mir, dass mein Verhältnis zu meinen Franchisenehmern auch weiterhin so gut und so persönlich bleibt und wir gemeinsam voller Stolz an unseren Wichtel-Agenturen arbeiten.
Stefan Neumann: Frau Beck, wir bedanken uns für dieses sehr interessante Interview und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit der “Wichtel-Agentur”.
Für Rückfragen zum Franchise-System steht Ihnen Frau Beck von der Wichtel-Agentur gern zur Verfügung.
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