Ausgabe August 2011
DFS Franchising Service > DFS Newsletter > Ausgabe August 2011
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,
die Ferienzeit geht langsam zu Ende und die Kräfte, die im Urlaub gesammelt wurden, stehen für neue spannende Aufgaben zur Verfügung. Eine dieser Aufgaben wird für den Deutschen Franchising Service (DFS) sein, die Attraktivität eines fairen Franchisings weiter in unseren Vorträgen und Beiträgen publik zu machen und andererseits darauf hinzuwirken, dass Klischees und negative Einzelfälle von Franchise-Systemen, wie zuletzt im Fernseh-Magazin ‚report München‘ geschehen, nicht dazu genutzt werden, die deutsche Franchisewirtschaft per se in ein falsches Licht zu rücken.
Offenheit und Transparenz sind hier die maßgeblichen Stichworte. Nicht nur, aber auch mit unseren Artikeln und Publikationen in unseren Newslettern oder in unseren DFS-Portal, dass wir vollkommen neu gestaltet haben, wollen wir dazu beitragen, dass den Franchise-Interessierten ein erweiterter Blick in die attraktive Franchise-Landschaft geboten wird.
Unsere Themen in diesem Newsletter:
für werdende Franchise-Nehmer:
Wichtige Kriterien bei der Auswahl eines Franchise-Systems
für werdende Franchise-Geber:
Strukturen für den Erfolg einer Franchise-Zentrale (Teil 1)
für bestehende Franchise-Unternehmen:
Hinter die Kulissen des eigenen Franchise-Systems geschaut
aus der Franchise-Wirtschaft:
Interview mit Axel Dittforth (GF von „Rent-a-Pizzeria“)
Franchise-Erfolge auf der START-Messe
Wir denken, wieder interessante Themen für Sie ausgewählt zu haben und wünschen allen Franchise-Aktiven volle Auftragsbücher sowie eine sehr erfolgreiche zweite Jahreshälfte.
Ihr
Stefan Neumann
Geschäftsführer des
DFS Franchising Service
für werdende Franchise-Nehmer
Vor der Auswahl beachten
Wichtige Kriterien bei der Auswahl eines Franchise-Systems
(Lesen Sie auch die kostenfreie Franchise-Orientierungshilfe des DFS)
Ein passendes Franchise-System für sich zu finden ist eine sehr spannende und facettenreiche Aufgabe. Der künftige Franchise-Nehmer oder -Nehmerin wird hierbei seine persönlichen Möglichkeiten zu berücksichtigen haben, aber auch die Auswahlmöglichkeiten bewerten müssen, die ihm die Franchise-Wirtschaft mit seinen unterschiedlichen Franchise-Unternehmen inzwischen bietet.
Es ist inzwischen recht einfach, sich sofort in den bekannten Medien, wie z.B. dem FranchisePortal oder in den einschlägigen Franchise-Magazinen (wie z.B. FranchiseErfolge) einen ersten Überblick zu beschaffen. Doch dann fängt die Arbeit für den Franchise-Interessenten erst richtig an.
Zuerst sollte ein Blick in den eigenen persönlichen Vorstellungsrahmen geworfen werden. Dies bezieht sich sowohl auf die eigene fachliche Kompetenz aber auch auf die Erwartungen gegenüber dem Wunsch-Franchise-System. Was sind die Freiheiten und/oder die Un-Freiheiten innerhalb des Franchise-Systems? Wie hoch schätzt man die eigenen Integrationsfähigkeit und -willigkeit ein? Bevorzugt man eher ein Franchise-Unternehmen, welches seinen Erfolg durch eine klare und straffe Befolgung von Regeln erreicht hat oder fühlt man sich in einem Franchise-System besser aufgehoben, in dem der gestalterische Spielraum zum Unternehmenskonzept gehört? Diese Fragen sollte man im Vorhinein für sich selbst beantworten können.
Bei der Prüfung des künftigen Franchise-Systems wird darauf zu achten sein, dass das Geschäftskonzept so ausgelegt ist, dass es auch für die mittelfristige Zukunft erfolgversprechend sein wird. Daher sollten die vorgelegten Dokumente des Franchise-Gebers bezüglich der möglichen Verdienstaussicht transparent, einfach nachvollziehbar und für den Franchise-Interessenten nach eigenen realistischen Gesichtspunkten umsetzbar sein. Und aussagekräftige „vorvertragliche System-Information“ seitens des Franchise-Gebers dürfen mittlerweile als selbstverständlich betrachtet werden. Ebenso gehört zu einem seriösen Franchise-System der Franchise-Vertrag, der auch von einem fachkundigen Juristen als ausgewogen bewertet werden würde. Die Pflichten aus dem Franchise-Vertrag und den Handbüchern des Franchise-Systems sind genau zu studieren, denn daran hat man sich für die nächsten Jahre zu halten.
Ein Franchise-System, das auf sich etwas hält, wird der Schulung und Weiterbildung seiner Franchise-Partner ein besonderes Augenmerk schenken. Die Inhalte der Qualifikationsvermittlung durch den Franchisegeber in Bezug auf Aufbau oder Einrichtung des Franchise-Nehmerbetriebs, die wirkungsvolle Umsetzung der zur Verfügung stehenden Marketing-Instrumente, die Schulung in Fragen des erfolgreichen Vertriebes für die angebotenen Waren oder Dienstleistungen sowie Fortbildung hinsichtlich der weiterentwickelten Produkte bzw. Dienstleistungen innerhalb des Franchise-Systems gehören zum Standardrepertoire eines modernen Franchise-Systems.
Aber auch die eigenen persönlichen Voraussetzungen müssen stimmen. Sie wird in nahezu jedem Franchise-System ein hohes Maß an eigener Initiative erwartet. Ebenso wird vorausgesetzt, dass man als Franchise-Partner offen und fair zu seinen Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten ist und die Fähigkeit verfügt, auf Menschen auch in unangenehmen Situationen vertrauensvoll zugehen zu können.
Bei der Einschätzung seiner eigenen materiellen Voraussetzungen, wird man sich mit den Fragen auseinanderzusetzen haben, wie hoch die erforderlichen Einnahmen sein sollen, die man für seine Lebensgestaltung zwingend benötigt. Aber auch, wie hoch sind die erforderlichen Investitionskosten für das in Frage kommende Franchise-System? Reicht hierfür mein vorhandenes Eigenkapital? Wie hoch ist das erforderliche Kapital, das von einem Kreditinstitut zusätzlich beigesteuert werden und kann ich die Rückzahlung nebst Zinsen innerhalb der Vertragslaufzeit bewältigen?
Hat man seinen Gesprächstermin mit dem Franchisegeber vereinbaren können, so wird dort die Zukunftsfähigkeit des Geschäftskonzeptes zu hinterfragen und die Innovationskraft des Franchise-Systems abzuschätzen sein.
Daher sollte man an eine gute Vor- aber auch an eine effektive Nachbereitung des Gesprächs beim Franchise-Geber denken. Wer gut vorbereitet ist, kann auf „Augenhöhe“ mit dem Franchise-Geber kommunizieren. Beide Seiten haben bei den Gesprächen bestimmte Erwartungshaltungen, die nur dann in ausreichendem Maße hinterfragt werden können, wenn eine ordentliche Vorbereitung erfolgt ist. Dies gilt auch auf Franchise-Geberseite in gleicher Weise, doch sind negativer Beispiele hierzu eher die Ausnahme.
Auch ist die Kontaktaufnahme zu bestehenden Franchise-Nehmern möglich; dabei ist zu berücksichtigen, dass diese tagsüber fest im Berufsalltag eingebunden sind. Es ist für ein Gespräch daher ergiebiger, wenn man im Vorhinein einen Gesprächszeitpunkt festlegt, an dem der angerufene Franchise-Nehmer ungestört die vorbereiteten Fragen beantworten kann.
Aus eigenen Erfahrungen und aus der längeren Vergangenheit hätte ich selbst seinerzeit vor meiner Entscheidung für ein bestimmtes Franchise-System gern einen Gesprächspartner gehabt, der sich a) im Franchising auskennt und der b) in der Lage und willens ist, sich in meine gegenwärtige persönliche Situation hinzudenken.
Die Notwendigkeit eines solchen Ratgebers erschließt sich manchmal erst zu einem sehr späten Zeitpunkt. Wohl dem, der bei seinen Vorbereitungen auf zusätzliche Unterstützung zurückgreifen kann.
für werdende Franchise-Geber
Aufwand, der sich langfristig lohnt
Strukturen für den Erfolg einer Franchise-Zentrale (Teil 1)
Es gibt in der Franchisewirtschaft mehrere hundert, einige sprechen sogar von fast tausend, Franchise-Systeme (zumindest bezeichnen sich diese als solche). Doch nicht alle sind oder werden erfolgreich. Zu blauäugig oder zu unprofessionell wurde anfangs der Aufbau und die Weiterentwicklung des Franchise-Systems betrieben, so dass diese nunmehr auf dem Franchise-Markt kaum in Erscheinung treten oder kurz davor sind, diesen mit mehr oder weniger großem Schaden zu verlassen.
Ganz anders sieht es bei denjenigen Franchise-Systemen aus, die das Wort ‚System‘ wirklich verdienen. Ihnen ist es früh gelungen, ihre Organisations-Strukturen, ihre vertraglichen Regelwerke, ihren partnerschaftlichen Umgang und das Auftreten gegenüber ihren Kunden so geschickt zusammenzufügen, dass alle Bereiche miteinander eng vernetzt sind. Somit ist ein wettbewerbsfähiges und zukunftsträchtiges Franchise-System zustande gekommen. Was sind die Ursachen für die unterschiedlichen Werdegänge dieser Unternehmen? Betrachtet man sich diese Franchise-Systeme etwas genauer, so heben sich die erfolgreicheren Systeme u.a. durch folgende Leistungsmerkmale ab:
- Dokumentierte Arbeitsabläufe der Kernaufgaben des Franchise-Systems
- Effizientes Partner-Management
- Komplette Vertragswerke und ordnungsgemäße Anwendung
- Konzeption zur Weiterentwicklung der bestehenden Geschäftsfelder
Beschreibung der Organisations-Strukturen:
Um die Partnergewinnung, die Partnerpflege sowie die Entwicklung des Franchise-Systems effektiv betreiben zu können, sind die wichtigsten Zielsetzungen, Arbeitsabläufe und Verantwortlichkeiten, die das Franchise-System kurz- und mittelfristig zum Erfolg führen können, schriftlich festgehalten. Das klingt nach viel Aufwand und ist es am Anfang auch.
Doch bei der Darstellung der ausschlaggebenden Arbeitsabläufe kann man sehr wohl die Balance halten zwischen dem zeitlichen Aufwand und dem daraus zu ziehendem Nutzen. Nur mit der Erstellung und Pflege einer übersichtlichen Beschreibung der wichtigsten Geschäftsabläufe kann das Franchise-System sicherstellen, dass Franchise-Partner und System-Zentrale das gleiche Verständnis hinsichtlich der Umsetzung des Franchise-Konzeptes haben. Mit dieser Dokumentation verfügt das Franchise-System nicht nur über ein effizientes Werkzeug, dass bei der Partner-Gewinnung wertvolle Hilfe bietet sondern es unterstützt gleichzeitig das Management und die Mitarbeiter der Systemzentrale dabei, sich auf was Wesentliche innerhalb des Franchise-Systems zu konzentrieren.
Partner-Management:
Betrachten Sie Franchise-Partner in vergleichbarer Weise wie Ihre Endkunden, die Ihnen Ihre Produkte oder Dienstleistungen abkaufen. Für die Neukunden-Gewinnung müssen Sie diesen etwas bieten können, das sie dazu bewegt, bei Ihnen zu kaufen und nicht bei Ihren Wettbewerbern. Bezogen auf Ihr Franchise-Konzept entsprechen die Neukunden Ihren künftigen Franchise-Partner, die unter Umständen gewillt sind, mit ihrer Kompetenz und ihrem Potenzial Ihr Franchise-Konzept umzusetzen. Diese werden sich sicherlich nur dann für sie entscheiden, wenn Sie Ihnen ein Konzept anbieten können, das wirtschaftlich und zukunftsträchtig ist und bei dem sich Ihre Franchise-Partner voll identifizieren können.
Um Ihre aktuell bestehende Kundschaft zu halten, werden Sie mit diesen sicherlich regelmäßigen Kontakt halten und sie auf neue Produkte oder Angebote aufmerksam machen. Für Ihre bestehenden Franchise-Partner erfolgt dies in analoger Weise: Als Ergebnisse der Weiterentwicklung Ihres Systems werden Sie Ihren Franchise-Partnern zusätzliche Produkte und oder Service-Leistungen anbieten, mit denen diese den Franchise-Nehmer-Betrieb noch gewinnbringender führen können.
Und zu guter Letzt wollen Sie vielleicht mit Ihren bestehenden Kunden das Umsatzvolumen weiter erhöhen. Um dies zu erreichen, werden Sie in irgendeiner sinnvollen Form von Ihren Kunden erfahren wollen, welche Wünsche diese haben, die Sie mit Ihrem Geschäftskonzept erfüllen können und sie dann gezielt mit geeigneten Maßnahmen drauf hinweisen. In Bezug auf Ihre künftigen Franchise-Partner heißt dies, dass sie sich frühzeitig überlegen, wie Sie den regelmäßigen Kontakt mit Ihren Franchise-Partnern aufrechterhalten (z.B: Jour-Fix, ERFA-Tagungen), um dabei wiederum zu erfahren, welche Leistungen der System-Zentrale dazu führen können, dass der Gewinn der Partner gesteigert werden kann. Eine andere Möglichkeit, um dies erkennen zu können, ist die Durchführung telefonischer Zufriedenheitsanalysen, mit der Sie von dem beauftragten Unternehmen erfahren können, an welchen Stellen innerhalb Ihrer System-Zentrale das größte Optimierungspotenzial liegt.
Wie ein ordnungsgemäßes Vertragsmanagement und die Konzeption zur Weiterentwicklung weiterer Geschäftsfelder umgesetzt werden kann, erfahren Sie im 2. Teil dieses Artikels, den wir in der nächsten Newsletter-Ausgabe veröffentlichen werden.
für bestehende Franchise-Unternehmen
Telefonisch durchgeführte Franchise-Nehmer-Befragungen helfen
Hinter die Kulissen des eigenen Franchise-Systems geschaut
von Jochen Schultz
DFS – Franchise-Berater in Berlin-Mitte
Die meisten Franchise-Systeme sind bestrebt, Ihr Franchise-Konzept kontinuierlich weiter-zuentwickeln und, wo immer es geht, Schaden vom ihm abzuwenden. Dieses Ziel verfolgt ein Teil der Franchise-Unternehmen leider nur mit einem Re-aktiven Ansatz. Sie warten in der Regel bis einschneidende Ereignisse auf sie zukommen -egal ob positiver oder negativer Natur- und handeln dann nach bestem Wissen und (hoffentlich) nach bestem Gewissen. Das Ergebnis aus diesen Aktionen ist dann nicht immer zufriedenstellend, da sie in diesem Prozess naturgemäß eher die Getriebenen sind.
Auf der anderen Seite nehmen die Pro-aktiven Franchise-Systeme das Heft selbst in die Hand und sind beweglich wenn es um die Frage geht, mit welchen Maßnahmen kann ich mein Franchise-System noch attraktiver gestalten und welche Dinge liegen im Verborgenen, die mich an diesem Ziel hindern?
Eine Möglichkeit hierfür bildet die telefonisch durchgeführte Franchise-Nehmer-Befragung durch den Deutschen Franchising Service (DFS). Dabei geht es nicht darum, gewisse Durchschnitts- oder Rankingwerte für gewisse Fragestellungen zu erhalten. Ziel ist vielmehr zu erfahren, was sind nach Auffassung meiner Franchise-Partner die Gründe dafür, dass ich im Partnerkreis für gewisse Themenfelder mit ‚gut‘ oder ‚sehr gut‘ bewertet werde. Was schätzen die Franchise-Partner an meinem System und was sollte ich auf alle Fälle beibehalten bzw. was kann ich ohne große Mühen weiterentwickeln, um auch für neue Franchise-Partner noch attraktiver zu werden?
Und ebenso hilft die telefonisch durchgeführte Franchise-Nehmer-Befragung zur Schnellerkennung auftretender Problemfälle. Mir nützt es als Franchise-Geber wenig, wenn ich für ein zu analysierendes Themengebiet beispielsweise eine 3 erhalte, und in Wirklichkeit verbirgt sich hinter dieser latenten Unzufriedenheit erheblicher Zündstoff, der für mein Franchise-System erheblichen Schaden verursachen kann. Bei der telefonischen Franchise-Nehmer-Befragung durch den DFS wird mittels langjährig erfahrener Interviewtechniken hinterfragt, welches die bestimmenden Beweggründe dafür sind, dass der Franchise-Partner eine positive oder eher negative Beurteilung zu einzelnen Themenfeldern vornimmt. Mit diesen gewonnenen Erkenntnissen kann ich als Franchise-Geber schnell die erforderlichen Maßnahmen entwickeln, um etwaige Mängel zeitnah zu beseitigen.
Wie wird die telefonische Franchise-Nehmer-Befragung durch den DFS durchgeführt?
Zunächst wird zwischen dem Interviewer des DFS und dem Franchise-System festgehalten, dass die Aussagen der einzelnen Franchise-Partner streng vertraulich behandelt werden und nur als anonymisierte Zusammenfassung im Bewertungsbericht erscheinen. Diese Vorgehensweise dient einerseits dem Schutz der einzelnen Franchise-Nehmer und sorgt andererseits dafür, dass die interviewten Franchise-Partner sehr offen und ehrlich zu den Fragen Stellung nehmen können.
Im Rahmen der Interviews werden bis zu 15 Themenbereiche hinterfragt, die im Einzelnen mit dem Franchise-Geber festgelegt werden. Die Zahl der zu interviewenden Franchise-Partner richtet sich nach der Systemgröße, wobei darauf geachtet wird, dass bei sehr großen Franchise-Systemen auf ein repräsentatives Abbild der Partnerlandschaft geachtet wird.
Die Ergebnisse aus den Befragungen werden dem Franchise-Geber in dreierlei Form dargestellt: Als erstes erhält der Franchise-Geber eine rund 30-seitige Zusammenfassung aus den Ergebnissen der Befragungen, wobei die erfolgten Beurteilungen beispielsweise nach Dauer der Zugehörigkeit zum System nochmals unterteilt werden können. Als zweites werden dem Franchise-Geber die Kernaussagen aus den Interviews im Rahmen eines gemeinsamen Analyse-Gespräches dargestellt und erläutert. Als Drittes erhält der Franchise-Geber ein schriftliches Resümee des DFS-Interviewers, das Empfehlungen für mögliche Verbesserungsmaßnahmen zu wichtigen Fragen enthält, so dass der Franchisegeber kurzfristig aktiv werden kann.
Für weitere Fragen zum Thema „Hinter die Kulissen des eigenen Franchise-Systems geschaut“ stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Nehmen Sie das Heft in die Hand, und rufen Sie Herrn Schultz (Tel.: 030 – 214 581 58) einfach an.
aus der Franchise-Wirtschaft
Interview mit Axel Dittforth
Rent-a-Pizzeria – Die rollende Pizza-Bäckerei
Stefan Neumann: Guten Tag Herr Dittforth. Sie sind zusammen mit Hern Weiglein Geschäftsführer des Franchise-Systems “Rent-a-Pizzeria”. Was sind in kurzen Worten gesprochen die Vorzüge Ihres Franchise-Systems?
Axel Dittforth: Mobilität und Flexibilität verbunden mit ofenfrischer Pizza ohne Qualitätsverlust gebacken am jeweiligen Auftragsort nach eigener Rezeptur.
Stefan Neumann: Warum ist Ihrer Meinung nach „Rent-a-Pizzeria“ gerade für Existenzgründer gut geeignet?
Axel Dittforth: Die geringen Einstiegskosten sowie die leichte Erlernbarkeit der Tätigkeiten, verhelfen zu einem schnellen Erreichen einer wirtschaftlicher Stabilität.
Stefan Neumann: Pizzerien gibt es bekanntlich ja recht viele und Pizza-Bringdienste ebenfalls. Weshalb glauben Sie, lohnt sich Ihr Konzept dennoch?
Axel Dittforth: Eine Pizza schmeckt am Besten, wenn sie frisch gebacken aus dem Ofen kommt. Keine im Karton gelieferte Pizza kann diese Qualität auch nur ansatzweise erreichen. Weiterhin legen wir großen Wert auf die Erwähnung unserer eigenen Teigrezeptur.
Stefan Neumann: Wie sieht eigentlich der Arbeitsalltag eines Franchise-Nehmers bei Ihnen aus?
Axel Dittforth: Als Erstes schließt der Franchise-Partner seine rollende Pizza-Bäckerei auf und beginnt mit der Reinigung des Wagens, sofern dies nicht bereits am Vorabend erledigt wurde. Danach bereitet er den Pizza-Teig vor: Die Zutaten werden in die Teigknetmaschine gegeben, und nach etwa 10 Minuten ist der Hefeteig gut durchgeknetet und kann in Ruhe aufgehen. In dieser Zeit wird stets geprüft, ob noch alle Zutaten für die Pizza-Beläge vorhanden sind. Ein möglicher Einsatzort eines Franchise-Nehmers ist beispielsweise ein Kindergartenfest. Dort freuen sich schon viele Kinder auf ihre selbst kreierte Pizza. Jedes Kind erhält ein Pizzablech mit Teigboden und kann nach Lust und Laune den Belag gestalten.
Zum Nachmittag fährt der Franchise-Nehmer dann zu seinem Standplatz, z.B. in ein Wohngebiet. Pünktlich zu einer festen Uhrzeit öffnet er die Wagenklappe und gibt das Rent-a-Pizzeria-Signal. Dann weiß das ganze Quartier: Heute gibt es wieder knusprig-frische Pizza. Zuerst kommen die vom Pizza-Heißhunger getriebenen “Wiederholungstäter”. Dann folgen Väter, Mütter, Omas und Opas, ganze Familien. Manche nehmen die ofenfrische Pizza mit nach Hause, manche nutzen die Gelegenheit auch für einen Plausch mit Nachbarn und Bekannten. Jeder Kunde wartet in der Regel vier Minuten, dann ist die Pizza fertig. Nach rund 1,5 Stunden sind die Pizzas verkauft und der Wagen wird geschlossen. Anschließend wird im Wagen wieder Ordnung gemacht, und dann folgt die Fahrt zurück nach Hause
Stefan Neumann: In welcher Form unterstützen Sie Ihre Franchise-Partner?
Axel Dittforth: Zu den Leistungen, die wir unseren Franchise-Partner bieten, zählen eine umfassende Einarbeitung in die Pizza-Zubereitung und des Verkaufs. Daneben erhält der Franchise-Nehmer ein ausführliches Systemhandbuch. Wir unterstützen ihn beim Ausbau und der Gestaltung des Verkaufsfahrzeugs und gewähren ihm natürlich Gebietsschutz. Darüber hinaus erhält er Nutzungsrechte an unserer Marke „Rent-a-Pizzeria – die rollende Pizza-Bäckerei“ und wir unterstützen ihn bei seinem Marketing, beispielsweise mit einer eigenen Partner-Webseite auf unserem Portal und auch bei der Pressearbeit
Stefan Neumann: Wie sieht das Rezept eines erfolgreichen fahrbaren Pizza-Bäckers aus?
Axel Dittforth: Lieber fünf Minuten zu früh beim Kunden, als eine Minute zu spät.
Stefan Neumann: Wie hoch sollte das Eigenkapital eines Franchise-Nehmers sein, der bei Rent-a-Pizzeria eine Lizenz erwirbt?
Axel Dittforth: Bei uns heißt die Devise: „Niedrige Kosten und schneller Start“. Für die Anschaffung des Verkaufsanhängers oder Verkaufsfahrzeugs liegt der Investitionsbedarf zwischen 25.000 und 50.000 Euro. Wir bieten den künftigen Franchise-Nehmern besonders günstige Konditionen für die Existenzgründung. Darüber hinaus ist sein Start in die Selbstständigkeit mit kurzen Anlaufzeiten möglich. Unser Franchise-System steht dabei auch Quereinsteigern ohne spezielle Vorkenntnisse offen. Selbst Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit sind möglich.
Stefan Neumann: Herr Dittforth, wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.
Der DFS empfiehlt
Neue Ausgabe Okt./Nov.2011
Franchise-Erfolge auf der START-Messe
Die kommende Ausgabe 5/2011 (Okt./Nov.) von franchiseERFOLGE legt ihren redaktionellen Fokus auf den “Handel” und wird u.a. aktiv an die Besucher der START-Franchise-Messe in Essen am 23./24. September verteilt.
Im modernen neuen Layout, das im Zuge des Relaunchs zu Beginn des Jahres franchiseERFOLGE nun kennzeichnet, ist der Schwerpunkt des Heftes alles rund um den Handel, vom Einzelhandel bis hin zum Versandhandel.
Ein Teil der Printauflage von 20.000 Exemplaren dieser Ausgabe wird aktiv auf der START-Franchise-Messe in Essen verteilt. Zudem geht zusätzlich zur Printauflage franchiseERFOLGE als digitale Ausgabe zum kostenfreien Download mit einer Auflage von 40.000 u.a. an die Abonnenten der Newsletter des FranchisePORTAL, des Deutschen Franchise-Verbandes, des Deutschen Franchising Service und der START-Messen
Buchungsschluss ist der 26. August.
Weitere Informationen erhalten Sie von Frau Bettina Bachem
oder unter info@unternehmerverlag.de
oder Tel. 0 22 28/ 912 912-0.














